Wenn die Natur einem einen Streich spielt.
Ein verändertes oder ungleiches Wachstum der Brust kann mehrere Ursachen haben. Entweder ist es angeboren oder die Brustdrüse ist z.B. durch Entzündung, Verbrennung oder Operation vor Abschluss der Wachstumsphase in der Entwicklung beeinträchtigt. Durch ausbleibendes Wachstum einer Brust kommt es zu einer Ungleichheit (Asymmetrie) beider Brüste. Neben dem ästhetischen Empfinden stellt dies auch ein Problem des seelischen und Körperlichen Gleichgewichts dar. Auch Fehlhaltungen können die Folge sein. Auf jeden Fall bedeuten solche Anomalien eine starke psychische und physische Belastung für die betroffenen Frauen. Die Patientinnen zeigen sich nicht gerne im Bikini, tragen keine enge Kleidung, vermeiden Saunabesuche und haben zumeist große Hemmungen sich vor dem Sexualpartner auszuziehen, anschauen oder berühren zu lassen.
Wir in der Klinik Pöseldorf kennen die unterschiedlichsten Ausprägungen der Brustdeformitäten und haben einen großen Erfahrungsschatz mit den verschiedensten Behandlungsmethoden und dem damit verbundenen Leidensdruck der Patientinnen. Eine angeborene Fehlbildung ist beispielsweise das Poland-Syndrom. Dabei handelt es sich um Störungen der Brustdrüse und des Brustmuskels, der Haut- und Anhangsgebilde unter Mitbeteiligung von Rippen- und Handfehlbildungen. Diese Fehlbildung ist sehr selten und ihre Ursache ist bis heute ungeklärt. Sie betrifft in der Regel nur eine Körperseite. Frauen mit Poland-Syndrom haben eine gesunde und eine unterentwickelte oder fehlende Brust. Häufig stellt man das Polandsyndrom schon in der frühen Kindheit fest. Wenn nur die Brustdrüse betroffen ist, wird die Fehlbildung meist erst mit dem Einsetzen des pubertären Brustwachstums sichtbar. In dieser Zeit kommt es bei einer oder beiden Brüsten zu einer Wachstumsstörung.
Häufiger erleben wir die Indikation einer so genannten Rüsselbrust oder tubulären Brustdeformität. Hierbei sind die unteren Anteile der Brust unterentwickelt. Häufig ist dies mit übergroßen Warzenhöfen und in die Warzenhöfe vorgefallenem Drüsengewebe verbunden. Auch die Brustdrüsen sind häufig knotig verdickt und zeichnen sich durch di Kleidung ab. Als dritte Anomalie begegnen uns zunehmend die so genannten Schlupfwarzen oder inverted Nipple. Bei diesen Patientinnen ist der äusserste und normalerweise leicht vorstehende Teil der Brustwarze nicht nach aussen, sondern nach innen gerichtet. Die Warze sieht wie "hineingedrückt" aus. Solche Brustwarzen, auch Hohlwarzen genannt, treten selbst beim Berühren nicht hervor. Hohlwarzen werden meistens durch ein zu kurzes Milchgangssystem verursacht. Es können nur eine oder beide Brustwarzen betroffen sein. Hohlwarzen können mit einem operativen Eingriff wieder nach aussen gerichtet werden, wenn andere nicht-chirurgische Behandlungsmethoden erfolglos blieben. Besonders zu empfehlen ist eine solche Korrektur, wenn die Missbildung auch zu einer psychischen Belastung wird und das Selbstwertgefühl der Frau beeinträchtigt ist. Das relativ einfache Behandlungsverfahren wird in der Klinik Pöseldorf ambulant und unter lokaler Anästhesie oder, falls gewünscht, in einer Dämmerschlafnarkose durchgeführt.
Unabhängig von der Ursache der Brustdeformität sollte die Aussicht auf eine erfolgreiche plastische Operation gemeinsam und ausführlich mit dem plastischen Chirurgen besprochen werden.
Die operativen Strategien haben verschiedene Ansätze, je nach Fehlbildung. Sie können lediglich in einer minimalen Korrektur der Brustwarzen bestehen oder die Form der Brustdrüse korrigieren bzw. die Brust durch Eigengewebe oder Implantate vergrößern. Narbensparende Verfahren sind im Rahmen plastisch-chirurgischer Methoden bei uns in der Klinik Pöseldorf selbstverständlich.
Was auch immer Sie persönlich betrifft, wir in der Klinik Pöseldorf erarbeiten immer in einem ausführlichen und persönlichen Beratungsgespräch ein individuelles Behandlungskonzept. Gemeinsam mit unseren plastischen Chirurgen diskutieren wir Ihre Wünsche. Zusammen entscheiden wir, ob und welche Art des Eingriffs für Sie in Frage kommt. Wir informieren Sie in diesem Gespräch auch über das zu erwartende Resultat, die Vor- und Nachteile sowie die etwaigen Risiken der Behandlung. Auch die Kostenfrage wird in jedem Fall individuell abgeklärt. Bei gewissen Missbildungen werden die Behandlungs- und Operationskosten unter Umständen durch die private Versicherung getragen.
Da der Befund so unterschiedlich ist, können wir Ihnen erst nach dem Beratungsgespräch die Op Dauer nennen.
Nach der OP wird ein Druckverband angelegt. Um den größtmöglichen Komfort und die größtmögliche Sicherheit für die Patientin zu gewährleisten, empfehlen wir eine Nacht nach der Brustoperation in unserer Klinik zu verbringen. Auf jedem Fall sollte man sich nach dem operativen Eingriff noch ein paar Tage lang schonen. Um die Brüste bestmöglich zu schützen ist - je nach OP - für 6-12 Wochen das Tragen eines speziellen BHs notwendig.
Kein Alkohol, kein Nikotin, keine blutverdünnenden Medikamente - sowohl vor - als auch nach der Operation. Sonne, Sauna, Sport sind für vier Wochen tabu.
Kontakt
Klinik Pöseldorf
Mittelweg 55
20149 Hamburg
Tel.: +49 - (0)40 - 44 41 66
Fax: +49 - (0)40 - 44 59 25
Email: info(at)klinik-poeseldorf.de
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