Lipödem an Beinen und ArmenWo es sitzt — und wo es aufhört.

Ein Lipödem hält sich an Muster. Es betrifft beide Seiten gleichmäßig, es endet oft abrupt am Knöchel oder Handgelenk, und es lässt Füße und Hände in Ruhe. Genau daran erkennt man es.

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Die Muster

Drei Verteilungen, ein Prinzip.

Am häufigsten sind die Beine betroffen. Bei etwa jeder dritten Frau kommen die Arme dazu — und in seltenen Fällen sind nur sie es.

Illustration einer Frau von vorn: Hüften, Oberschenkel und Waden sind beidseits voll, die Fülle endet über den Knöcheln, Füße bleiben schlank. Die Arme sind unauffällig.

Nur Beine

Der häufigste Fall — die Arme bleiben unauffällig.

Dieselbe Frau: Beine und zusätzlich Ober- und Unterarme sind beidseits voll. Die Fülle endet über Knöcheln und Handgelenken, Füße und Hände bleiben schlank.

Beine und Arme

Bei etwa jeder dritten Betroffenen — von Anfang an, nicht als späteres Stadium.

Dieselbe Frau: nur die Arme sind beidseits voll, die Fülle endet über den Handgelenken. Die Beine sind schlank und unauffällig.

Nur Arme

Selten, aber es kommt vor — und wird dann besonders oft übersehen.

Der Absatz ist das verlässlichste Merkmal.Am Knöchel oder am Handgelenk hört die Veränderung häufig abrupt auf — als läge eine Manschette darüber. Sind Füße oder Hände mitbetroffen, spricht das für ein Lymphödem oder für beides zusammen. Ob die Arme betroffen sind, hat mit dem Stadium nichts zu tun — das ist von Beginn an angelegt.
Die Zonen im Einzelnen

Wo es sich zuerst zeigt.

Nicht jede Zone ist gleich stark betroffen. Manche werden erst spät auffällig, andere stören von Anfang an.

Am häufigsten

Oberschenkel innen

Hier beginnt es meist, und hier scheuert es zuerst. Für viele die Zone, die im Alltag am deutlichsten stört — vor allem im Sommer.

Häufig

Reithosen und Hüfte

Die seitliche Ausprägung, die Hosen an der Hüfte spannen lässt, während sie am Bund zu weit sind.

Häufig

Knieinnenseiten

Ein Polster oberhalb des Knies, das beim Gehen aneinanderreibt. Klein, aber im Alltag sehr präsent.

Später

Unterschenkel

Kommt oft erst im Verlauf dazu. Der Absatz am Knöchel bleibt dabei meist erhalten.

Bei etwa jeder dritten

Oberarme

Meist zusätzlich zu den Beinen. Kurze Ärmel werden unangenehm, obwohl der Oberkörper schlank ist.

Seltener

Unterarme

Mit demselben abrupten Ende am Handgelenk. Die Hände bleiben in der Regel unverändert.

Wenn die Arme betroffen sind

Was dabei anders ist.

An den Armen gelten dieselben Merkmale — beidseitig, druckschmerzhaft, mit Absatz. Der Umgang damit unterscheidet sich trotzdem in ein paar Punkten.

  • Es fällt früher auf. Arme lassen sich schlechter verbergen als Beine, besonders im Sommer.
  • Die Mengen sind kleiner. Eine Armbehandlung ist meist in einer Sitzung möglich, während Beine häufig mehrere brauchen.
  • Die Haut ist dünner. Deshalb wird hier vorsichtiger abgesaugt — und die Kompression sitzt anders.
  • Der Alltag ist schneller wieder normal. Die Kompressionsärmel stören weniger als eine Hose, und Sitzen ist uneingeschränkt möglich.

Die Inhalte dieser Seite wurden vor der Veröffentlichung von Chefarzt Holger Fuchs und Dr. Marcin Specht geprüft — beide Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Wir schreiben unsere Texte nicht in einer Redaktion und lassen sie nicht von einer Agentur formulieren. Wer hier behandelt, hat auch gelesen, was hier steht.

Häufige Fragen

Fragen zu den Regionen.

Kann ein Lipödem nur eine Seite betreffen?
In aller Regel nicht. Beidseitigkeit gehört zu den wichtigsten Merkmalen. Eine einseitige Schwellung hat meist andere Ursachen — ein Lymphödem, venöse Probleme oder eine Entzündung.
Das gehört ärztlich angesehen. Wir sagen Ihnen im Gespräch, wohin.
Warum bleiben Füße und Hände frei?
Weil sich das Fettgewebe dort anders verhält. Der abrupte Absatz am Knöchel oder Handgelenk ist so typisch, dass er in der Untersuchung als eigenes Kriterium gilt.
Sind Füße oder Hände mitbetroffen, spricht das für ein Lymphödem — oder für beides zusammen, was ebenfalls vorkommt.
Werden Beine und Arme in einer Sitzung behandelt?
Meist nicht. Die abgesaugte Menge und die Operationsdauer sind begrenzt — beides zusammen überschreitet in der Regel, was in einer Sitzung sinnvoll ist.
Was möglich ist, entscheidet sich am Umfang. Die Zahl der Schritte sagen wir vor dem ersten, nicht nach dem zweiten.
Kann es sich auf neue Regionen ausbreiten?
Es kann sich im Verlauf verändern, häufig in hormonellen Umstellungen. Was einmal abgesaugt wurde, kommt an dieser Stelle allerdings nicht wieder.
Sind die Kosten pro Region unterschiedlich?
Ja, weil der Aufwand unterschiedlich ist. Arme sind meist in einer Sitzung möglich, Beine brauchen häufig mehrere. Den Betrag für Ihren Befund bekommen Sie vor dem Eingriff schriftlich.
Der nächste Schritt

Zwanzig Minuten, die vieles klären.

Noch nicht so weit? Lassen Sie sich Unterlagen schicken — ohne dass jemand zurückruft.